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	<title>Unity Yoga &#8211; Yoga Akademie: Yogalehrerausbildung in Köln</title>
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	<title>Unity Yoga &#8211; Yoga Akademie: Yogalehrerausbildung in Köln</title>
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		<title>Ashtanga-Yoga und Vinyasa-Yoga Unterschied</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 19:50:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ashtanga-Yoga und Vinyasa-Yoga Unterschied &#160; Yoga als Meditation Ursprünglich bedeutet Yoga „das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist“ (Yoga-Sutra 2). Im Yoga-Sutra, der ältesten Quelle,  wird Yoga noch gleichgesetzt mit Meditation. Die Meditation gilt als Raja-Yoga, als Königsweg zur Beruhigung des Geistes. Der im Yoga-Sutra beschriebene Yogaweg der Meditationheißt auch Ashtanga-Yoga(achtfacher Yogaweg), bestehend aus den 8 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ashtanga-Yoga und Vinyasa-Yoga Unterschied</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Yoga als Meditation</p>
<p>Ursprünglich bedeutet Yoga „das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist“ (Yoga-Sutra 2). Im Yoga-Sutra, der ältesten Quelle,  wird Yoga noch gleichgesetzt mit Meditation. Die Meditation gilt als Raja-Yoga, als Königsweg zur Beruhigung des Geistes. Der im Yoga-Sutra beschriebene <strong>Yogaweg der Meditation</strong>heißt auch <strong>Ashtanga-Yoga</strong>(achtfacher Yogaweg), bestehend aus den 8 Gliedern Yama (Umgang mit anderen Lebewesen), Niyama (Umgang mit mir selbst), Asana (Sitz), Pranayama (Atemübungen), Prayahara (Innenschau), Dharana(Konzentration), Dhyana (Meditation), Samadhi (Einheitsschau).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Modernes Ashtanga-Yoga</p>
<p>In Anlehnung an den Yogaweg des Yoga-Sutra ist im letzten Jahrhundert im südindischen Mysore eine Hatha-Yoga-Tradition entstanden, die sich ebenfalls Ashtanga-Yoga nennt. Dieses System in der Tradition des Yogis <strong>T. Krishnamacharya</strong>beschränkt sich hauptsächlich auf die Übungsfelder Asana (Körperstellungen) und Pranayama (Atemkontrolle), ist aber eines der körperlich anpruchsvollsten <strong>Hatha-Yoga-Systeme</strong>überhaupt. Es zeichnet sich vor allem durch drei festgelegte Serien von zumeist kraftvollen Yogastellungen aus, von denen aufgrund der Schwierigkeit meist aber nur die erste unterrichtet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vinyasa-Yoga</p>
<p>Krishnamacharya und sein Schüler Patabhi-Jois lehrten nach Prinzip des so genannten <strong>Vinyasa-Krama</strong>, dem dynamischen Üben. Unter Vinyasa versteht man eine dynamische Übungsabfolge im Atemfluss. Hieraus ist im Laufe der letzten 40 Jahre ein ganz eigener Yogastil entstanden. Der Unterschied zum modernen Ashtanga-Yoha, besteht vor allem darin, dass sich das Vinyasa-Yoga von der festgelegten Asana-Abfolge des Ashtanga-Yoga entfernt hat und ein <strong>völlig freies dynamisches Yoga</strong>lehrt, das von jedem Yogalehrer in jeder Yogastunde, immer wieder neu entwickelt wird. Dadurch wird jede Yogastunde zu einem einzigartigen Erlebnis.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Yoga als Meditation: Buchveröffentlichung von LIW-Dozenten</p>
<p>Die LIW-Dozenten <strong>Nicole Roewers und Florian Heinzmann</strong>(Gründer des Yoga- und Glücksfitness-Studios Unity-Training in Köln) haben ein praktisches Einführungsbuch in die Meditation geschrieben, was den Yogaweg der Meditation in moderner Sprache lehrt und erlebbar macht: Nicole Roewers / Florian Heinzmann: <strong>Sixpack im Kopf – Meditiere dich stark und glücklich </strong>– dein tägliches 10-Minuten-Training (Unity-Training-Verlag).</p>
<p>Im Kölner Yoga-Studio Unity-Training am Ebertplatz wird Hatha-Yoga, Vinyasa-Yoga, Yin-Yoga und Meditation unterrichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Auferstehung findet mitten im Leben statt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 18:55:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Auferstehung mitten im Leben &#160; Die Auferstehung findet während des Lebens statt! Dachte sich zumindest Philippus, einer der 12 Apostel und Verfasser eines frühen christlichen Evangeliums. Nach kirchlich-christlicher Lehrmeinung bedeutet die Auferstehung die Wiedererweckung eines gestorbenen Gläubigen zum ewigen Leben. Philippus sieht es ganz anders: „Diejenigen, die sagen, zuerst stirbt man, dann ersteht man [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Auferstehung mitten im Leben</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Auferstehung findet während des Lebens statt! Dachte sich zumindest Philippus, einer der 12 Apostel und Verfasser eines frühen christlichen Evangeliums.</p>
<p>Nach kirchlich-christlicher Lehrmeinung bedeutet die Auferstehung die Wiedererweckung eines gestorbenen Gläubigen zum ewigen Leben.</p>
<p>Philippus sieht es ganz anders: „Diejenigen, die sagen, zuerst stirbt man, dann ersteht man auf, irren. Wenn man nicht zuerst, noch bei Lebzeiten, die Auferstehung gewinnt, wird man im Tode nichts gewinnen.“ (Evangelium nach Philippus, in: Dietzfelbinger (Hg): Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Edition Argo 1991, S.122)</p>
<p>Die Auferstehung mitten im Leben zu gewinnen meint nichts anderes als das Erwachen zur Glückseligkeit des Lebens im Hier und Jetzt, zur Entdeckung der eigenen inneren Quelle der Freude.</p>
<p>Das ist nach Philippus das eigentliche Christentum. Es ist nicht der Glaube an Christus, der uns zur Auferstehung führt, sondern das innere Erwachen des Menschen zum Bewusstsein des Christus: „Ein solcher Mensch, ist nicht mehr nur ein Christ, er ist ein Christus. (S.116)“</p>
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		<title>Jnana Yoga: Yoga der Erkenntnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 18:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jnana Yoga: Yoga der Erkenntnis Ein Moment der Erkenntnis während meiner Zeit als Lehrer Ich sitze im Halbschatten vor der Caféteria meiner Schule und denke über ein Thema für meine nächste Religionsstunde der elften Klasse nach. Nach einigen Stunden, in denen wir modere Kunstwerke mit religiösen Inhalten (im weitesten Sinn) betrachtet und ausgewertet haben, möchte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jnana Yoga: Yoga der Erkenntnis</p>
<p>Ein Moment der Erkenntnis während meiner Zeit als Lehrer</p>
<p>Ich sitze im Halbschatten vor der Caféteria meiner Schule und denke über ein Thema für meine nächste Religionsstunde der elften Klasse nach. Nach einigen Stunden, in denen wir modere Kunstwerke mit religiösen Inhalten (im weitesten Sinn) betrachtet und ausgewertet haben, möchte ich das Thema fortsetzen und ausweiten. Es kommt mir ein Spiegel-Artikel über die Arbeit des kürzlich verstorbenen deutschen Künstlers Christoph Schlingensief in den Sinn, den ich bisher nur überflogen, aber noch nicht gelesen habe. Sogleich mache ich mich auf den Weg zum Büro der Hausmeister, wo zum Glück jeder Spiegel gesammelt wird und mir jederzeit zur Verfügung steht. Ich finde ihn im Regal unter den letzten vier Ausgaben, eile zurück ins Café, bestelle mir einen Cappuccino und beginne zu lesen. Im Zentrum der Arbeiten Schlingensiefs, die auf der diesjährigen Biennale in Venedig ausgestellt werden, steht die Installation „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“, in welcher er seine Krebserkrankung, an der er kurz vor Abschluss der Ausstellungsvorbereitungen gestorben ist, thematisiert. Die Installation besteht aus einer Nachbildung der Apsis der Oberhausener Kirche, in der Schlingensief zwölf Jahre lang Messdiener war. Dort, wo in einer Kirche das Kreuz und die Heiligenbilder angebracht sind, hängen stark vergrößerte Röntgenaufnahmen seines Tumors. Ich zweifle noch, ob der Stoff nicht vielleicht zu schwierig, zu komplex für eine elfte Klasse ist, und denke über den Sinn dieses Kunstwerks nach. Das Krebsgeschwür als Heiligenbild, der eigene Körper als Kirche, als Tempel des Unbegreiflichen, Unerklärlichen, Unfassbaren, des Vorboten des Todes, der Noch-Unbegreiflicheren. In gewissem Sinn eine Darstellung des Todes als transzendenter Macht. Und plötzlich ist das Gefühl da, der „Angst“ aus dem Titel des Werkes, die der Künstler in sich fühlte, zu begegnen. Eine kurze Kommunikation mit dem Künstler. Mit dem Sinn, der Idee dieses Kunstwerks. Und dann bin ich kurzzeitig im Zustand des „no-mind“. Im Moment des Verstehens durchflutet mich das von den Aufklärern so hoch gepriesene Licht der Erkenntnis. Wisst ihr Aufklärer eigentlich, dass ihr mit eurem Licht der Erkenntnis eigentlich eben die Transzendenz beschreibt, gegen die ihr immer wettert? Und ihr Gläubigen, wisst ihr, dass euer Gott, den ihr immer anbetet, eigentlich eine in völlig diesseitige Sache ist, insofern als er hier im Diesseits ja ganz konkret in euch erlebt wird? Es ist der Yoga, die ständig reale Einheit von Welt und Geist, die ich immer wieder neu erleben, die mir immer wieder neu bewusst werden kann. Und obwohl ich in gewissem Sinne die Angst und damit das Leid, den Schmerz des Künstlers nach- und miterlebe, ist die Verbundenheit mit ihm ein Glücksgefühl, das ich genießen darf, ohne damit dem Leid des Künstlers zu spotten.</p>
<p>Ob ich diesen Zustand während einer Erkenntnis auch schon vor meiner Meditationspraxis erfahren habe, ihn aber nicht reflektieren und begrifflich benennen konnte, oder erst meine Meditationspraxis diesen Zustand ermöglicht hat, kann ich nicht sagen. Sicher kann ich aber sagen, dass der Zustand der Erkenntnis als kurzzeitiges Einheitserlebnis, dem Zustand der Einheit in der Meditation sehr ähnelt. Es ist ein Zustand des Glücks, der Entspannung, des Gefühls von Gesundung, von Freiheit, von Frieden. Und von der Sicherheit, in einem sinnvollen und positiven Weltzusammenhang eingebettet, aufgehoben zu sein. Yeah! Ich sammle Wissen, ich erkennen die Welt und ich fühle mich als dieser Kosmos, dieses Weltganz selbst! Es ist kein Trost. Für Trost gibt es verdammt nochmal keinen Grund. Es ist die pure Lebensfreude und damit das Wissen, die Gewissheit, dass das, was die Welt im Innersten zusammenhält, eben diese pure Lebensfreude ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jnana-Yoga strebt nichts an als Erkenntnis, Erkenntnis der Welt, Erkenntnis des Menschen und seiner Aufgabe in der Welt, Erkenntnis seiner selbst und seiner eigenen Lebensaufgabe. Jnana-Yoga ist der Yoga des Denkens. Das Sanskritwort Jnana bedeutet Wissen, Erkenntnis, Weisheit etc. Tatsächlich können wir das deutsche Verb „kennen“, das daraus abgeleitete Substantiv „Erkenntnis“ sowie das englische Verb „to know“ etymologisch auf das Wort Jnana zurückführen. Auch mit dem griechischen Wort Gnosis, was ebenfalls mit Erkenntnis übersetzt wird, hängt es sprachgeschichtlich zusammen. „Gnothi se auton“ – Erkenne dich selbst – diese Aufforderung musste jeder Mensch lesen, der in Delphi durch den Tempel in das Gebäude des Orakels eintrat, um sich dort seine Zukunft weissagen zu lassen.</p>
<p>Der idealische Mensch</p>
<p>Was lebt in deinem Innern, das du noch nicht verwirklicht hast. Welche Eigenschaften, welche Kräfte, welche Gefühle, was für enorme Potentiale leben in dir, die nur noch nicht erweckt sind, die noch schlafen und darauf warten, erlöst und in die Existenz gerufen zu werden. Wie groß ist deine Toleranzkraft? Wie groß könnte sie sein? Wie groß ist deine Liebesfähigkeit? Wie groß könnte sie sein? Wie groß ist deine Wachheit und Aufmerksamkeit? Wie groß könnte sie sein? Wie positiv bist du, wie sehr strahlst du in jedem Moment? Wie souverän gehst du mit Rückschlägen, Verletzungen oder Misserfolgen um? Und wie könntest du damit umgehen?</p>
<p>„Jeder individuelle Mensch, kann man sagen, trägt, der Anlage und Bestimmung nach, einen reinen idealischen Menschen in sich, mit dessen unveränderlicher Einheit in allen seinen Abwechslungen übereinzustimmen, die große Aufgabe seines Daseins ist“. Dank dieses Geniestreichs aus dem vierten Brief über eine ästhetische Erziehung des Menschen von Friedrich Schiller, die er zum Dank an seinen Gönner … verfasst hat, kann auch für einen völlig areligiösen Menschen ein Gottesbild ein sinnvoller Gegenstand sein, indem man ihn einfach als Abbild dieses idealischen Menschen versteht, den jeder Mensch als sein Allerheiligstes in sich trägt. Wir befinden uns inmitten des Prozesses einer Entwicklung, die vielleicht ewig andauert, vielleicht aber auch irgendwann ein Ende hat. Wie auch immer dieses Ende aussehen mag, es muss großartig sein. Im Gegensatz zum Gläubigen, der tendenziell immer ein eher pessimistisches Weltbild in sich trägt und die Welt als einen katastrophalen Abstieg aus einem großartigen paradiesischen Zustand heraus begreift, versteht der Erkennende den Weltzusammenhang als einen möglicherweise ewigen Fortschritt, der so, wie er ist, zu begrüßen ist. Der Erkennende sieht sich als Teil dieses Fortschrittes und greift ihn mit Begeisterung auf. Das Leben ist ein einziger phantastischer Lernprozess. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute lernen wir dazu und ein Erkennender sieht im ständigen Lernen, im ständigen Sich-Verbessern seine Lebensaufgabe. Die Annahme, der Mensch sei aus der göttlichen Welt herausgefallen und habe sich dort aufgrund eigener Vermessenheit von Gott getrennt, muss ein Erkennender ablehnen. Der Sündenfall-Mythos ist für ihn ein Segen, denn er bedeutet ihm Freiheit, Unabhängigkeit und den Zugang zu Erkenntnissen, die vorher möglicherweise verschlossen waren. Diese Deutung des Sündenfalls finden wir in den gnostischen Evangelien, die von der frühen katholischen Kirche unter der Leitung von … verboten und verbrannt wurden. Die Schlange des Paradieses galt den gnostischen Christen als Symbol der Erkenntnis, die den Menschen aus seiner Unmündigkeit befreit und ihm die wahre Welt vor Augen führt, wo er selbstständig und autonom werden kann.<a href="applewebdata://F24F300C-EDEB-4A43-9317-65C6169E29CE#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>Erst durch die Schlange ist eine Entwicklung, ein Fortschritt möglich. Die Vertreibung au dem Paradies nimmt der Erkennende dafür gerne in Kauf. Ihm ist klar, dass seine Aufgabe in der Welt mit Mühen und Schweiß verbunden sein muss. Dies zu leisten ist er allerdings gerne bereit. Jede Erkenntnis kostet Anstrengung, der Preis für jede Erleuchtung ist harte Arbeit. Doch das bereitet ihm Freude. Er scheut sich vor keinem Wettkampf. Das Leistungsprinzip ist sein Leben.</p>
<p>Dem Gläubigen ist der Erkennende suspekt, er ist ihm vielleicht sogar ein Dorn im Auge. Seine Zweifel an einem persönlichen Gott, an der Wahrheit des Mythos und am Sinn des Rituals muss er als Blasphemie deuten. Der Erkennende ist ein Wissenschaftler, der keinen Glauben gelten lässt. Was nicht nachprüfbar ist, hat für ihn keinen Wert. Deshalb ist aus dem Gebiet des Glaubens der Bereich des Bhakti-Yoga, dem Yoga der Liebe, für ihn trotzdem von Wert, in dem er Ergebnisse, etwa eine Veränderung seines inneren Zustandes, verzeichnen kann.</p>
<p>Wie bereits angedeutet, hat der Erkennende an einem persönlichen Gott im Normalfall nur wenig Interesse. Wesentlich wichtiger ist ihm das Göttliche in seinem eigenen Innern. Dies allerdings sucht er mit aller Kraft und lässt sich dafür auch auf Experimente wie Meditation ein.</p>
<p>Der Erkennende par Excellance des indischen Altertums war Buddha. Er reformierte die gesamte indische Spiritualität und ließ nichts gelten als das, was durch innere Erfahrung nachprüfbar war. Jede Form von Götterkultus, jede Form von Mythologie und jeglichen Ritus erklärte er für ungültig. Alles, was er gelten ließ, war das Gesetz des Karma. Als einziges Ziel des menschlichen Lebens definierte er die Erleuchtung und die Befreiung vom Leiden.</p>
<p>Während ein Gläubiger die Verbindung zum Universum über seine Offenheit sucht, sucht ein Erkennender diese Verbindung über seine Wachheit, seine Aufmerksamkeit und seine Geistesgegenwart. Achtsamkeit ist das Zauberwort des Buddhisten.</p>
<p><a href="applewebdata://F24F300C-EDEB-4A43-9317-65C6169E29CE#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a>Vgl. hierzu Elaine Pagels: Adam, Eva und die Schlange….</p>
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		<title>Bhakti Yoga: Und wenn die große, fette Liebe erwacht… dann ist es soweit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 18:50:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bhakti Yoga: Und wenn die große, fette Liebe erwacht… dann ist es soweit Bhakti Yoga ist der Yoga des Gefühls. Das Sanskritwort Bhakti wird oft mit „Hingabe oder Liebe“ übersetzt, es bedeutet allerdings wörtlich „teilen“. Warum? Weil es eine Weg ist, seine Verbindung mit dem Universum herzustellen. Eine moderne zeitgemäße Praxis von Bhakti Für einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bhakti Yoga: Und wenn die große, fette Liebe erwacht… dann ist es soweit</p>
<p>Bhakti Yoga ist der Yoga des Gefühls. Das Sanskritwort Bhakti wird oft mit „Hingabe oder Liebe“ übersetzt, es bedeutet allerdings wörtlich „teilen“. Warum? Weil es eine Weg ist, seine Verbindung mit dem Universum herzustellen.</p>
<p>Eine moderne zeitgemäße Praxis von Bhakti</p>
<p>Für einen Bhakta, einen Liebenden, ist das Ziel des Lebens die Steigerung seines Gefühlslebens, die Steigerung seiner Liebe und seiner Hingabe. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in der indischen Bhakti-Tradition die traditionellen vier Lebensziele (Dharma: Das Finden seiner Lebensaufgabe, Artha: Wohlstand, Kama: Sinnesgenuss und Moksha: Befreiung) um ein fünftes ergänzt worden ist: um Prema, die Liebe. Dieses wird als das höchste Lebensziel angesehen und über die vier traditionellen gestellt.  Der Bhakti-Yogi erlebt seine Verbundenheit, seine Quelle über das Gefühl, über die Steigerung seiner Liebe. Die Liebe ist ihm das Maß aller Dinge. Die Worte des Paulus über die Liebe aus dem Brief an die Römer entstammen dem Geist der Bhakti ebenso wie die Bergpredigt des Jesus. Die mystische Strömung des jüdischen Chassidismus ist ebenso vom Geist der Bhakti durchdrungen wie die Liebeslieder des islamischen Sufi-Mystiker Rumi. Selbst im tibetischen Buddhismus finden sich nachweislich Lehren, die von der indischen Bhakti-Tradition stark gefärbt und beeinflusst sind.</p>
<p>Das wichtigste in all diesen Wegen ist die Erkenntnis und Steigerung der eigenen Liebe. Ich möchte an dieser Stelle eine Übung vorstellen, die David Deida in seinem Buch „Instant Erleuchtung“ empfiehlt: Stelle dir die Person vor, die du am meisten auf der Welt liebst. Versuche nun diese Liebe auf andere Personen, zunächst auf alle deine Freunde, dann auf all deine Verwandten, dann auf alle Menschen, die du kennst und letztlich auf alle Menschen dieser Welt auszudehnen. Versuche dann, diese Liebe auch auf Tiere, Pflanzen und Gegenstände auszudehnen. Mach dir bewusst, dass du eine Kraft in dir trägst, die dies vermag und die vielleicht zu diesem Zweck in dir ist. Du trägst die Liebe in dir, um sie zu finden, sie auszuweiten und in die Welt zu tragen. Sei dir bewusst, dass du in deinem tiefen Innern Liebe bist und dass jeder Mangel daran aus einem Zustand der Trennung heraus zu erklären ist. Du kannst dich aber aus eigener Kraft jederzeit mit deiner inneren Liebe verbinden und in den Zustand des Yoga, der Verbundenheit, eintreten.</p>
<p>Die traditionelle Praxis von Bhakti-Yoga</p>
<p>Voraussetzung für die Bhakti-Praxis ist im Normalfall auf ein persönlich gedachtes Gottesbild, eine konkreten Gottesvorstellung, weshalb wohl der Weg des Bhakti Yoga der Yogaweg ist, den man am ehesten als religiös bezeichnen muss. Bhakti gilt als der leichteste Yogapfad. Er verlangt an sich nichts als Gottvertrauen und den Wunsch in seiner Liebesfähigkeit zu wachsen. Viele Menschen fühlen sich in der Welt des Kampfes um Macht, Leistung, Geld und Ruhm, verbunden mit dem Wunsch nach Anerkennung und sexueller Leidenschaft fremd. Sie spüren eine Sehnsucht nach einer Welt, die heil und harmonisch ist. Eine Welt, in der das Ego nicht existiert und in der man so lieben kann, wie das Herz es will, ohne Furcht haben zu müssen, verletzt zu werden. Und eine Welt, in der man so geliebt wird, wie man ist, ohne sich verstellen und eine Show machen zu müssen. Eine Welt, in der man vor Sehnsucht schreien und weinen darf und nicht für verrückt erklärt wird. Eine Welt, in der man sich nicht schämen muss, wenn man einfach nur gut und wahrhaftig sein will. Eine Welt, in der Güte und Wahrhaftigkeit wirklich und dauerhaft Sinn ergeben. Solche Menschen müssen sich oft die abfällige Bemerkung gefallen lassen, sie seien zu gut für diese Welt, sie seien nicht stark genug für den Kampf der Selbstbehauptung. Darauf könnten sie innerlich sagen: Ja, für diese Welt bin ich zu gut. Aber für die Welt, die du nicht kennst, bin ich sehr gut geeignet. Für einen Bhakta ist die Welt der Sinneserscheinungen Maya, Illusion. Sie ist unvollkommen und voller Schmerz und Leid. Die Welt der Wahrheit, der Güte und der Liebe existiert für den Bhakta im Jenseits, in sie denkt und hofft er nach dem Tode bzw. sobald er reich dazu ist, einzugehen. Jesus und seine Jünger waren mit Sicherheit Bhaktas (wenngleich es unter seinen Jüngern einige gab, die man eher als Jnanis bezeichnen müsste, doch dazu später mehr). Seine Hauptbotschaft, wie sie die Evangelien vermitteln, ist die Lehre von der Gottes- und Nächstenliebe, einer Ablehnung der Welt und der vollständigen Ausrichtung auf das Reich.</p>
<p>Das Mittel eines Bhaktas, um dieses zu erreichen, ist eine Mentalität des Dienens. Viele Angehörige der indischen Bhakti-Traditionen tragen am Ende ihres Initiationsnamens den Namen Dasa, was Diener bedeutet. Dienst für Gott und seine Diener ist für den Bhakta der Sinn und die Aufgabe seines Lebens. In der verheißenen idealen Welt besteht das Leben aus nichts denn als freiwilligem, liebevollem Dienst ohne wenn und aber, ohne den Wunsch nach Gegenleistung.</p>
<p>Bhakti ist der Yoga-Weg des Gefühls. Er reinigt die Gefühle, verwandelt positive in negative Gefühle und vermittelt dem Menschen das Gefühl einer Verbindung mit dem Weltganzen. Anschauungsmaterial für seine Bhakti findet der Bhakta in den Puranas, den großen Geschichten der indischen Götter. Hier saugt der Bhakta die Stimmung, den Geschmack – auf Sanskrit: den Rasa – auf, den er genießen darf. Die Geschichten der Puranas sind voller Rasa. Hier kommt oftmals eine erotische Komponente mit ins Spiel. Wenn sich etwa Krishna<a href="applewebdata://AD6E0EE4-6204-447E-BC03-14FF8289C219#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>in der Nacht mit seinen Freundinnen, den Gopis (wörtlich Kuhhirtinnen) trifft und mit ihnen tanzt, sind deren Körperteile sowie deren Begierde nach Krishna detailliert beschrieben. Die Gopis gelten als Vorbilder für perfekte Bhakti, da sie sich nach nichts sehnen als danach, Krishna zu lieben und ihm zu dienen. Gleichzeitig sind sie voller erotischer Begierde nach ihm. Die Begierde ist dem Bhakta ein Symbol seiner Liebe und seiner Hingabe. In dieser Stimmung meditiert er, während er auf der Japa-Mala, der Meditationskette die Mantras seiner Gottheit entweder laut, flüsternd oder im Geiste spricht, über den Namen seiner geliebten Gottes, dessen oder dessen Lila, das transzendentale Spiel, wie die Handlung in den Geschichten genannt wird.</p>
<p>Die Mala, die Meditationskette, ist ein großer Segen für den Praktizierenden des Bhakti. Sie ist eine große Hilfe, da sie der Übung einen Rahmen, einen Anker bietet, gewissermaßen etwas, an dem man sich festhalten kann. Sie dient gleichermaßen zur Vertiefung in das Mantra wie auch der Vergegenwärtigung der Form oder des Bhava, der liebenden Gemütsstimmung, die im Lila, im Spiel der Götter, entsteht. Auch ist sie eine große Hilfe zur Disziplinierung der spirituellen Übung. Wenn du dir etwa vornimmst, jeden Morgen auf der Mala für eine gewisse Zeit, nehmen wir an eine halbe oder eine ganze Stunde zu meditieren, dann wird dies nicht nur auf dein Gefühlsleben eine große Wirkung haben. Weil dein Tag mit glücksverheißenden Tätigkeiten beginnt, wird der ganze Tag eine anderer werden.</p>
<p>Durch die möglichst ununterbrochene Vergegenwärtigung der Form und der Spiele seiner geliebten Gottheit will der Bhakta einen Zustand herbeiführen, der in einem schönen Bild zum Ausdruck gebracht worden ist, in dem Bild des Feuers und der Eisenstange. So wie eine Eisenstange, wenn sie lange ins Feuer gehalten wird, die Eigenschaften des Feuers annimmt, so wird auch der Mensch, wenn sich ständig oder immer wieder in diese Bilder versenkt, die Eigenschaften des Bildes, bzw. dessen was er mit dem Bild verbindet, annehmen. Er wird selbst zu einem lodernden Feuer. Er wird zu einem Wesen, das im Innern brennt vor Kraft, vor Stärke, vor Liebe, vor Freude.</p>
<p>Je mehr wir lernen uns dieses Feuer zu vergegenwärtigen, umso fähiger werden wir, es auch außerhalb von Symbolen und Göttergeschichten wahrzunehmen. So kann uns jeder Baum, jede Pflanze, jedes Tier, ja jeder Stein an dieses Feuer erinnern. Allmählich wird somit die gesamte Schöpfung zu einem einzigen Symbol dieses Feuers und in jedem Moment ist auch ohne innere Vergegenwärtigung in uns dieses Feuer geweckt. Ein Blick, ein Schließen der Augen genügt und der innere Mensch beginnt zu flammen und zu brennen.</p>
<p>Ein wunderbares Beispiel für die Wirkung und die Kraft des Bhakti-Weges sowie auch für dessen Universalität findet sich in den anonymen Aufzeichnungen eines christlichen Gottsuchers aus dem Russland des 19, Jahrhunderts, die glücklicherweise gefunden und unter dem Titel „Aufrichtige[n] Erzählungen eines russischen Pilgers“<a href="applewebdata://AD6E0EE4-6204-447E-BC03-14FF8289C219#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a>in deutscher Sprache herausgegeben wurde. Ein russischer Pilger reist mit der Frage durch das Land, was es mit dem Bibelzitat „Betet ohne Unterlass“ (1. Thess. 5,17) auf sich habe und wie ein Mensch diese Forderung jemals erfüllen könne. Auf seiner Reise trifft er nach vielen Stationen einen Mönch, der ihn das Jesus- oder Herzensgebet lehrt, ihm eine Gebetskette schenkt und ihn in die unablässige Rezitation desselben einweiht. So beginnt der Pilger, zunächst für einige Stunden am Tag auf seiner Kette dieses Gebet zu sprechen, das folgendermaßen lautet: <em>Κύριε Ιησού Χριστέ, Υιέ του Θεού ελέησόν με. &#8211; Herr Jesus Christus, (du) Sohn Gottes, erbarme dich meiner.</em></p>
<p>Nach und nach steigert sich der Pilger in seiner Praxis, sodass er schließlich den ganzen Tag lang dieses Gebet spricht. Interessant sind hierbei die Beschreibungen seiner Gefühle, die der Pilger beim Sprechen des Gebetes erlebt:</p>
<p><em>Mitunter war es so, dass ich ein beseligendes Beben im Herzen fühlte, es war so voller Leichtigkeit, Freiheit und Trost, dass ich ganz wie verwandelt war und vor Wonne zu vergehen glaubte. Mitunter fühlte ich flammende Liebe zu Jesus Christus und zu der ganzen Schöpfung Gottes. Mitunter entströmten meinen Augen ganz von selbst süße Tränen des Dankes an Gott, der mir verruchtem Sünder solche Gnade widerfahren ließ. Mitunter lichtete sich mein sonst so törichtes Verstehen, so dass ich mit Leichtigkeit Dinge erfasste und überlegte, an die ich früher nie hätte denken können. Mitunter überströmte die süße Herzenswärme mich ganz und gar, und voller Rührung verspürte ich in mir die Allgegenwärtigkeit Gottes.<a href="applewebdata://AD6E0EE4-6204-447E-BC03-14FF8289C219#_ftn3" name="_ftnref3"><strong>[3]</strong></a></em></p>
<p>Die höheren Stufen der Bhakti</p>
<p>Manch einer mag die konkrete, spielerische Darstellung Gottes naiv nennen, von der Annahme all dies sei real existierende Wirklichkeit, die für uns aufgrund unserer verunreinigten Sinne nur nicht wahrnehmbar sei, ganz zu schweigen. Dennoch liegt gerade in der Greifbarkeit, in der Nähe und der verletzlichen Kleinheit der Vorstellung von Gott der große unvergleichbare Reiz des Bhakti-Weges. Gott soll eben gerade anthropmorph dargestellt werden, um diese Nähe des Menschen zu Gott herzustellen. Er soll gerade nicht der Unerreichbare, der Alldrurchdringende, der Allmächtige sein, er soll für den Menschen erreichbar und zugänglich sein, ja ein Bhakta sagt, er will erreichbar und zugänglich sein. Er suche die Nähe zum Menschen ja selbst, er sehne sich doch selbst so sehr nach der Begegnung, nach dem spielerischen Austausch mit dem Menschen, nach des Menschen liebevoller Sehnsucht und Hingabe. Wie könne man ihn da als das Größte aller Größen, als die fernste Ferne, als das Absolute und Unbedingte darstellen (was er natürlich auf einer gewissen Ebene alles ist). Er wolle doch all das gar nicht sein. Er wolle doch in des Menschen Herz, er wolle doch den Zugang des Menschen zu ihm so leicht wie nur eben möglich gestalten. Der Mensch müsse doch gar nichts weiter tun, als sich ergeben, als seine Mauer des Egos einreißen, die ihn von sich trennt. Daher könne man ihn nicht anders darstellen denn als ein kleines hilfloses Kind, das nach der Brust seiner Mutter schreit, als einen sehnsüchtigen Liebhaber, der sich danach verzehrt, den Haarduft seiner Geliebten einzuatmen, als einen lieben, engen Freund, der mit seinen ebenbürtigen Freunden sein Essen teilt. All dies soll den Rasa herstellen, soll den Menschen in eine Stimmung versetzen, die eine Öffnung herbeiführt, die Blockaden einreißt, in der jegliche Ehrfurcht und vor allem jede Angst überwunden ist. Nur schwerlich könne man sich Gott ja als ein Wesen denken, das straft. Und wenn er auch in seiner Unbegreiflichkeit und Transzendenz existiert, dann sei dieser Aspekt Gottes der Allmacht und der Größe (Sanskrit <em>Aishvarya</em>) dem Aspekt der Süße und Lieblichkeit (Sanskrit <em>Madhurya</em>) weit untergeordnet. Nicht einmal Herr oder Vater würde ein Bhakta zu Krishna sagen. Er erstrebt eine direkte Beziehung zu ihm, in der er ihm entweder gleichgestellt, wie ein Freund oder Geliebter, oder gar übergeordnet ist, wie ein Vater seinem Sohn gegenüber. Als die die höchste Beziehung gilt allerdings die als Geliebter.</p>
<p>Sehnt sich ein Bhakta also nach der erotischen Vereinigung mit Gott? Zum Teil ja, zum Teil nein. In den tantrischen Shakti- und Shiva-Bhakti-Traditionen sicherlich, in der Krishna-Bhakti wird dies zum Teil als vermessen abgelehnt. Da Krishna, so wie er in den Puranas, den mittelalterlichen Göttergeschichten, beschrieben wird, als konkret existent angenommen wird, scheut sich ein Bhakta vor diesem Gedanken. Die Gopis, die Hirtenmädchen, die in den Erzählungen eine erotische Vereinigung mit Krishna wünschen, gelten einem Krishna-Bhakta als verehrungs- und anbetungswürdige Lehrerinnen. Der größte Wunsch ist es, ein direkter Diener der Gopis oder das Gopas (Hirtenjungen) zu werden. Da die Welt Krishnas und der Gopis als konkret real angesehen wird, erhofft man sich im Jenseits einen solchen Dienst. Da in der Welt Krishnas und der Gopis (neben seinen Verwandten) nur Gopis und Gopas existieren, muss die Identität des Bhaktas dort natürlich die einer Gopi oder eines Gopa sein. Der Bhakta strebt also an selbst eine Gopi oder ein Gopa zu werden und auf diese Weise behilflich sein zu können, wie Krishna mit seinen engsten Gopis das Spiel der Liebe genießt. Der eigene Genuss wird dem Genuss Krishnas untergeordnet. Der Genuss Krishnas ist das höchste Ziel, das einzige Motiv. Da man sich selbst als zu gering erachtet, wünscht man Krishnas Genuss der Liebe mit seinen reinsten Geweihten und dient ihm mit diesem Auftrag. Den Zugang zu einem solchen Dienst erlangt der Adept durch seinen Guru. Dieser gewährt ihm bei entsprechender ethischer und disziplinärer Qualifikation eine besondere Initiation, in dem er ihm seine „wahre“ Identität in der Welt Krishnas, d.h. seinen Namen, sein Aussehen inkl. Kleidung etc. sowie seinen speziellen Dienst, den er Krishna bzw. einer der Gopis oder Gopas gegenüber auszuführen hat, mitteilt. Der Schüler hat nun die Aufgabe, sich in seiner Meditation mit dieser Figur aus der Krishna-Welt zu identifizieren und in der besonderen „spirituellen Form“ den angegebenen Dienst auszuführen.</p>
<p>Für viele Menschen ist dieser Weg sehr geeignet. Jeder, den ihn beginnt, wird seine Vorteile erfahren. Eine Wirkung tritt, wenn man die Methoden aufrichtig und diszipliniert übt, vergleichsweise schnell ein und eine Verwandlung des Gefühlslebens ist deutlich spürbar. Es ist der Zustand des Yoga, der Verbundenheit, den der Mensch erlebt.</p>
<p>Das Problem der Religion</p>
<p>Allerdings birgt der Weg der Bhakti eine große Gefahr. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Bhakti zu praktizieren. In allen Religionen der Welt gilt diese Verbundenheit als das heiligste Gut, als die größte Errungenschaft, als der wertvollste Schatz. Ein Verlust dieser Verbundenheit ist in vielen Kulturen weitaus schlimmer als der Tod. Die Verbundenheit besteht hier nicht nur in einem Glauben, sie besteht in einem anfänglichen oder ansatzweisen Gefühl der eigenen Quelle. Allerdings glaubt man, dieses Gefühl der Verbundenheit mit der Quelle sei untrennbar an den eigenen Glauben bzw. das äußere System des Glaubens, der Gebote und Gesetze usw. geknüpft. Aufgrund dieser angenommenen Verknüpfung gelangt ein Gläubiger zu der irrtümlichen Ansicht, nur innerhalb seines Glaubenssystems, das er kennt, sei die Verbundenheit mit der Quelle möglich. So erklärt sich jedes Sendungsbewusstsein, jeder Missionsgeist, jeder Absolutheitsanspruch und jeder Fundamentalismus. Weil der gläubige Christ sein Gefühl der Verbundenheit als untrennbar mit der Heiligen Schrift, der Bibel, verbunden fühlt, misst er dieser eine letzte Grundlage zu, auf welcher die gesamte Welt beurteilt werden kann. Weil er sein Gefühl der Verbundenheit als absolut empfindet, dieses aber in Zusammenhang mit der Bibel steht, ist für ihn auch die Bibel absolut und unantastbar. Wenn die Bibel sagt <em>Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; Niemand kommt zum Vater als durch mich</em>und man versteht diese Aussage wörtlich und setzt sie absolut, dann muss man schlussfolgern, dass jeder Mensch nur durch Jesus seine Quelle finden und seine Verbundenheit fühlen kann. Wenn man nur durch Jesus seine Quelle finden kann, dann müssen alle anderen Wege falsch sein und widerlegt werden, dann muss aber auch jeder Mensch davon wissen, dass er ohne Jesus auf dem Holzweg ist.</p>
<p>In allen Kulturen wird der Zustand der Verbundenheit symbolisch in Bilder gekleidet, die sich immer auf einen bestimmten kulturellen Kontext mit einem konkreten Gottesbild beschränken. Weil Krishna im Kontext der indischen Kultur steht, kleidet er sich so, wie man sich in Indien kleidet. Er trägt einen Dhoti, ein Baumwolltuch, das um die Hüften gebunden wird. Viele Krishna-Bhaktas gehen nun davon aus, dass Gott in seinem Reich in konkretum einen Dhoti trägt: ein absurder Irrtum, der vor allem dadurch vermieden wird, dass man neben dem Bhakti-Weg auch noch den Weg den Jnana-Yoga, den Weg des Denkens einschlägt. Ohne diesen trägt der Weg der Bhakti noch eine zweite Gefahr in sich: die der Sentimentalität, der Gefühlsduselei, ja sogar den des religiösen Wahnsinns, der von vielen Bhaktas allen Ernstes angestrebt wird. Religion ohne Philosophie (man könnte auch sagen Bhakti ohne Jnana) hat immer eine Tendenz zur Sentimentalität, während Philosophie ohne Religion (oder Jnana ohne Bhakti) immer eine Neigung zur Trockenheit, zur Geschmacklosigkeit hat.</p>
<p>Ken Wilber hat für die Gefahr des Bhakti-Yogis, der auf den Weg des Jnana, des Denkens verzichtet, treffend in dem Begriff der „Prä-und-Trans-Verwechslung“ beschrieben. Der Bhakta läuft stets Gefahr, seine spirituelle Praxis für transrational und somit allgemeingültig zu halten, obwohl seine Bilder, Regeln, Glaubenwahrheiten und Rituale einem einzigen kulturellen Kontext entstammen und somit niemals den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erfüllen können. Seine spirituelle Praxis, sein Glauben und seine Rituale müssen also prärational genannt werden. Sie entstammen einem gewissermaßen naiven Realismus, der gemeinhin in einer Unkenntnis anderer Traditionen, Religionen und Philosophien begründet ist. Dass eine spirituelle Praxis transrational sein kann, dafür ist der Weg des Jnana-Yoga notwendig, der ein möglichst universales spirituelles und wissenschaftliches Studium vorsieht.</p>
<p><a href="applewebdata://AD6E0EE4-6204-447E-BC03-14FF8289C219#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a>Da ich selbst ausschließlich mit der Praxis der Krishna-Bhakti aus der bengalischen Gaudiya-Vaishnava-Tradition vertraut bin, beschränke ich mich auf eine Darstellung dieser Schule.</p>
<p><a href="applewebdata://AD6E0EE4-6204-447E-BC03-14FF8289C219#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a>Hg. v. Emmanuel Jungclaussen, Herder-VerlagFreiburg 2001.</p>
<p><a href="applewebdata://AD6E0EE4-6204-447E-BC03-14FF8289C219#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a>Ebd. S. 59.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.yogalehrerausbildung-koeln.de/yoga-infos/bhakti-yoga-und-wenn-die-grosse-fette-liebe-erwacht-dann-ist-es-soweit/">Bhakti Yoga: Und wenn die große, fette Liebe erwacht… dann ist es soweit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yogalehrerausbildung-koeln.de">Unity Yoga - Yoga Akademie: Yogalehrerausbildung in Köln</a>.</p>
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		<title>Karma-Yoga</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 18:48:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Karma-Yoga Richard besitzt einen Hof in der Nähe einer indischen Kleinstadt, in dem er Kühe und Kälber pflegt, die in der Stadt in Unfällen verletzt wurden und nicht fähig sind, ohne Hilfe zu überleben. Er  füttert sie, bietet ihnen medizinische und ärztliche Hilfe und hat Ställe angefertigt, in denen sie im nachts und im Winter [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Karma-Yoga</p>
<p>Richard besitzt einen Hof in der Nähe einer indischen Kleinstadt, in dem er Kühe und Kälber pflegt, die in der Stadt in Unfällen verletzt wurden und nicht fähig sind, ohne Hilfe zu überleben. Er  füttert sie, bietet ihnen medizinische und ärztliche Hilfe und hat Ställe angefertigt, in denen sie im nachts und im Winter vor der Kälte oder in der Regenzeit vor Niederschlag geschützt sind. Das Glück, das ihm diese Arbeit bereitet ist in jedem Moment des Umgangs mit ihm deutlich sichtbar. Er lacht, strahlt, in jedem Moment.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Einst lernte ich auf einem Flug nach Kalkutta die Schriftstellerin Else Buschheuer kennen. Wir saßen im Flieger nebeneinander, unterhielten uns und sie erzählte mir von ihrem Vorhaben, in Kalkutta im Hilfswerk der Mutter Theresa ehrenamtlich mitzuhelfen. Alte und kranke Menschen werden dort gepflegt, verarztet und evtl. in den Tod begleitet, obdachlosen Kindern wird ein Heim, medizinische Betreuung und Bildung angeboten. Durch Zufall trafen wir uns auf dem Rückflug am Flughafen wieder. Auf meine Bitte hin, mir von ihren Erfahrungen zu berichten, sagte nur knapp: „Die beste Zeit meines Lebens.“</p>
<p>Der Begriff Karma meint zunächst nur Tat, Handlung. Karma-Yoga meint somit den Vorgang, sein inneres und sein äußeres Ich durch Taten in Verbindung zu bringen. Damit die Handlung allerdings zu einem Akt des Yoga wird, also zu einer Handlung, die mich mit meinem inneren Ich verbindet und mich damit in ein Meer der Glückseligkeit eintauchen lässt, muss die Motivation völlig stimmen. Die Tat muss zwar vielleicht nicht, wie einige behaupten, vollkommen uneigennützig, nicht völlig frei von eigenen Interessen, Absichten, Wünschen und Zielen sein, denn dies ist wohl ebenso unmöglich wie ungesund. Es sollte aber, um diesen hohen Anspruch ein wenig abzumildern, in jeder Handlung, die wir tun, ein Moment, ein Aspekt liegen, der sie über den bloßen Eigennutz heraushebt, der für mindestens ein anderes Lebewesen von ganz konkretem, fühlbarem Nutzen ist. Das gilt natürlich für jedes Tagwerk, für jeden Plan, jedes Projekt als auch für jede Berufswahl.</p>
<p>Im integralen Yoga legen wir den Blick nicht einseitig auf das Jenseits, in der Hoffnung auf eine nachtodliche Belohnung, verfolgen auch nicht den Gedanken des „reinen“ Gottesdienstes, in dem es in der Regel um ähnliche Wünsche geht. Da ja die Prakriti, und damit unser „materieller“ Teil, unser Ego, unsere körperlichen Bedürfnisse als ebenso geistig, göttlich, erfüllt vom Brahman angesehen werden dürfen wie der innere Mensch, kann, darf und sollte ich meine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und ihnen voll Rechnung tragen.</p>
<p>Wie immer wollen wir das Sowohl-als-auch als Maßstab einer für mich und die Welt gesunden Tat anlegen. Einen Nutzen für mich und für die Menschheit, meinen Hund, meine Frau, meine Kinder, andere Menschen, andere Kinder, für die Erde etc. Jede Tat, in der ich auch an mein eigenes Wohlsein denke – und hier dürfen wir uns ruhigen Gewissens an Adam Smiths anlehnen –, ist als eine hygienische Handlung anzusehen. Denn indem ich mich gesund halte, indem ich meine Position in der Welt stärke und kräftige, trage ich auch zur Hygiene, zur Kräftigung und zur Gesundung der ganzen Menschheit bei.</p>
<p>Es darf hierbei aber nicht vergessen werden, dass jede Tat, die ich voll und ganz zum Nutzen und zur Freude eines anderen Menschen, eines anderen Lebewesens, der Erde oder aus Liebe wem auch immer gegenüber ausgeführt wird, in ganz besonderen Sinn als eine yogische Tat angesehen werden kann, die mich in Verbindung mit einem großen inneren Selbst bringt. Als mir mein Vater eines Weihnachtsabends ein außergewöhnliches Geschenk machte, worüber ich mich ganz außerordentlich freute, sah ich Freudentränen in seinen Augen. Er hatte etwas nur zur Freude eines anderen Menschen getan und war nun sichtbar mit seinem inneren Ich verbunden. Ein Moment der Glückseligkeit.</p>
<p>Ein großartiges Beispiel für eine völlig selbstlose Tat finden wir in Bernhard Schlinks Erfolgsroman „Der Vorleser“. Der Protagonist Michael Berg, der als Jugendlicher jahrelang eine sexuelle Liebesbeziehung mit …., einer wesentlich älteren Frau, führt. Seine sexuellen Erlebnisse dankt er ihr, indem er ihr aus Büchern vorliest, nicht wissend, dass der Grund für diesen Wunsch ihre Legasthenie ist. Von dieser erfährt Michael Berg erst später, als … als Naziverbrecherin angeklagt und verurteilt wird. Ohne jede Möglichkeit, jemals in irgendeiner Weise von … belohnt zu werden, beginnt Michael Berg erneut, ihr Bücher vorzulesen. Er schickt ihr in wochen- und monatelanger Arbeit von ihm besprochene, aufgenommene Tonbandkassetten ins Gefängnis. Dies ist Karma-Yoga. Eine Tat aus Liebe, zur Freude eines anderen Wesens, ohne Anspruch auf Vergeltung, ohne Wunsch nach Genugtuung, ohne Hoffnung auf Belohnung.</p>
<p>In diesem Sinne ist der Begriff des Opfers (Sanskrit Yajna) hilfreich, der etwa für die Ethik der Bhagavat-Gita eine zentrale Rolle spielt. (In erster Linie Kapitel 3 und 4.). Ein Opfer ist nichts weiter als eine Gabe, wie das englische Verb <em>to offer</em>aufzeigt. Eine Gabe aus Freiheit, aus dem freien Wunsch heraus, einem anderen Lebewesen eine Freude zu machen. Das lateinische Äquivalent <em>sacrificium</em>dehnt den Begriff noch weiter aus und zeigt, dass eine solche Tat (<em>ficium</em>) heilig (<em>sacrum</em>) ist, also der Welt des inneren Ich angehört.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soeben nehme ich wieder an meinem Schreibtisch auf einer Gartenterrasse in einem Haus in der Nähe von Neapel Platz, wo ich meine Osterferien verbringe. Heute morgen habe ich Orangen geerntet. Meine Schreibarbeit unterbreche immer wieder, indem ich einem Freund beim Abtransport von geschnitten Olivenzweigen helfe. Während ich eine Schubkarre einen leichten Anstieg herauf der Feuerstelle entgegen transportiere, überkommt mich urplötzlich ein unerklärliches Glücksgefühl. Ob es damit zusammenhängt, dass ich diese Tätigkeit gewissermaßen als Freundschaftsdienst ausführe, kann ich nicht sagen. Vielleicht würde ich, wenn ich dafür bezahlt würde, ganz Ähnliches empfinden. Auch kenne ich diese Gefühle ja aus meinem Lehrerberuf. Worauf es bei Karma-Yoga aber in jedem all ankommt, ist es schlicht und einfach eine Handlung als Handlung auszuführen und sie einfach zu tun. Die Handlung (karma) ist es, die uns mit unserem Selbst, mit unserem inneren Freudenpotential verbindet.</p>
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		<title>Hatha-Yoga: Sonne und Mond</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 18:46:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hatha-Yoga: Sonne und Mond Die philosophische Grundlage der Yoga, die Samkhya-Lehre definiert die Welt als ein Zusammenwirken der beiden Polaritäten Purusha und Prakriti, des Ur-Männlichen und des Ur-Weiblichen. Während Prakriti die gesamte Materie, die Natur und jede Art der Körperlichkeit umfasst, reduziert sich Purusha auf das reine Bewusstsein, den Wesenskern des Menschen. Während Purusha reine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hatha-Yoga: Sonne und Mond</p>
<p>Die philosophische Grundlage der Yoga, die Samkhya-Lehre definiert die Welt als ein Zusammenwirken der beiden Polaritäten Purusha und Prakriti, des Ur-Männlichen und des Ur-Weiblichen. Während Prakriti die gesamte Materie, die Natur und jede Art der Körperlichkeit umfasst, reduziert sich Purusha auf das reine Bewusstsein, den Wesenskern des Menschen. Während Purusha reine Potenz, die reine Ruhe, aber auch die Quelle allen Seins und aller Energie ist, umfasst Prakriti alles Sichtbare sowie jede Art von Energie (Shakti), ja gewissermaßen alles Leben in seiner Aktualität. Purusha entspricht dem inneren Ich, während das äußere Ich wenn auch nicht die gesamte Prakriti, d.h. Natur oder Schöpfung, so doch ein wichtiger Teil von ihr, darstellt.</p>
<p>Jedes Götterpaar des indischen Mythos repräsentiert diese Ur-Dualität: Parvati-Shiva, Sita-Rama, Radha-Krishna, Sarasvati-Brahma etc. Immer stellt das Männliche die Energiequelle, das Weibliche die Energie selbst, die Materie und ihre Entfaltungsmöglichkeiten dar. In der Bezeichnung Hatha-Yoga kommt zum Ausdruck, was diese grundsätzlichste Dualität mit Yoga zu tun hat. Ha wird im Sanskrit mit Sonne, tha mit Mond wiedergegeben. Auch die Sonne ist in ihrer Position als Licht- und Wärmequelle seit jeher Symbol des Männlichen und wird ja auch im Griechischen, Lateinischen (sol, solis) sowie in sämtlichen romanischen Sprachen männlich dekliniert (il sole, el sol, il soleil etc.), während der Mond als bloße Materie, die das Sonnenlicht aufnimmt und ausstrahlt, in ihrer empfangenden Eigenschaft als das Symbol des Weiblichen gilt. Auch im Griechischen, Lateinischen (luna) sowie in sämtlichen romanischen Sprachen (la luna, la lune) wird der Mond weiblich dekliniert. Hatha-Yoga meint somit die Verbindung bzw. Vereinigung der Polarität des Männlichen und des Weiblichen.</p>
<p>In sämtlichen religiösen Traditionen aller Weltkulturen spielt die Vereinigung der Polaritäten des Männlichen und des Weiblichen eine zentrale Rolle. Dabei entspricht dem Männlichen stets das Prinzip des Schöpfungsaktes, der Potenz, der Form, während das Weibliche die Schöpfung als Geschaffenes, Mutter Natur, Materie (von lat. mater = Mutter) umfasst. Selbstverständlich darf dies nicht im Sinne einer Wertigkeit missverstanden werden. Dass das Männliche die Sonne, das Licht, die Energiequelle, die Ruhe repräsentiert, heißt nicht, dass in irgendeiner Weise besser wäre als das Weibliche, ebenso wenig wie der Vater besser ist als die Mutter. Man benötigt zur Schöpfung einer Plastik ebenso eine Form, eine Idee wie auch die Materie dazu, beides ist notwendig. Die These ist ebenso notwendig wie die Synthese, der Tag ebenso wie die Nacht, die Ruhe ebenso wie die Aktivität. Entscheidend ist, dass die Dualität existiert, um überwunden zu werden. These und Antithese bilden gemeinsam die Synthese, die sowohl These als auch Antithese, wie Ken Wilber es formuliert, in sich einschließt als auch transzendiert, d.h. übersteigt, es dadurch auf eine neue Ebene hebt und damit befreit und erlöst.</p>
<p>Wenn wir an Yoga denken, denken wir normalerweise an die Körperstellungen, die Asanas. Danach vielleicht an Meditation und Methoden oder Wege dazu. Beides soll später noch angesprochen werden. Die ältesten Texte (?) über Yoga geben allerdings ein wesentlich breiteres Begriffsspektrum an. Zunächst teilen Sie den Menschen – bzw. sein Gemüt, sein Innenleben – in drei Teile: einen denkenden, einen fühlenden und einen handelnden Teil. In jedem dieser Teile kann Yoga erreicht werden und jeder dieser Teil kann ein Werkzeug für das Yoga sein. Jeder Mensch fühlt sich wohl auch in jeweils einem dieser seiner Teile besonders zuhause. Es gibt ganz offensichtlich eher Denkertypen, eher gefühlsmäßig veranlagte Menschen und es gibt die Macher. Sinnvoll ist es – das wird im Verlauf des Textes hoffentlich immer klarer werden – sich in allen drei Disziplinen zu üben und zu vervollkommnen. Diese drei Teile des Menschen, das Denken, das Gefühl und sein Wille zur Tat, sind gewissermaßen die Objekte der drei großen traditionellen Yogawege, die im Sanskrit Jnana-Yoga, Bhakti-Yoga und Karma-Yoga genannt werden. In gewissen Sinne entsprechen den drei Disziplinen der Philosophie, wie sie Immanuel Kant festgelegt hat: der Erkenntnistheorie (und seiner angewandten Frag: Was kann ich wissen?), der Metaphysik (und seiner angewandten Frage: Was darf ich hoffen?) und de Ethik (und seiner angewandten Frage: Was soll ich tun?). Der Weg des Jnana-Yoga ist auf Erkenntnis ausgerichtet und hinterfragt gleichermaßen die Erkenntnisfähigkeiten und –möglichkeiten des Menschen. Der Weg der Bhakti setzt eine lebendige Metaphysik, ein Jenseits voraus, Der Weg des Karma-Yoga hingegen fragt nach dem richtigen Handeln des Menschen. Diese drei Hauptpfade sollen im nun Folgenden nacheinander vorgestellt und beschrieben werden.</p>
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		<title>Der Begriff Yoga</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 18:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Begriff Yoga Das Wort Yoga entstammt der Sanskrit-Wurzel yuj, was „anspannen, anschirren, verbinden“ bedeutet. Mit Yoga wurde in Indien das Joch bezeichnet, mit dem der Bauer zwei Ochsen an deren Hals miteinander verbindet. Der Bauer führt die beiden Ochsen an das Joch angebunden hinter sich her, die wiederum den Pflug hinter sich herziehen, der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff Yoga</p>
<p>Das Wort Yoga entstammt der Sanskrit-Wurzel yuj, was „anspannen, anschirren, verbinden“ bedeutet. Mit Yoga wurde in Indien das Joch bezeichnet, mit dem der Bauer zwei Ochsen an deren Hals miteinander verbindet. Der Bauer führt die beiden Ochsen an das Joch angebunden hinter sich her, die wiederum den Pflug hinter sich herziehen, der am Joch befestigt ist. Mittels des Pfluges und mithilfe der Ochsen wird wiederum die Erde so gelockert, dass sie den Samen aufnehmen kann. Wie ist dieses Bild in Bezug zur Wissenschaft des Yoga zu deuten? Zunächst fällt eine Polarität ins Auge: Einerseits der Bauer als Herrscher, als Führender, als Lenker – andererseits die beiden Ochsen als Arbeitstiere, als beherrschte, geführte Diener. Selbstverständlich steht dieses Bild für die beiden wesentlichen Bestandteile des Menschen: O Mensch, halb Geist, halb Erde, Werde! Der Geist, das Bewusstsein, sollte den irdenen, den materiellen, Menschen beherrschen, der wiederum zweigliedrig ist, nämlich fein- und grobstofflich: Es ist einerseits der materielle Körper (<em>sthula sharira</em>), andererseits der innere Schweinehund, der feinstoffliche Körper (<em>linga sharira</em>). Das äußere Ich, das <em>ahamkara</em>, gilt als ein Teil dieses feinstofflichen Körpers. Ich möchte der Einfachheit halber z</p>
<p>Das Mittel dieser Verbindung, im Bild das Joch, ist die Wissenschaft und der praktische Übungsweg des Yoga.</p>
<p>Nun ist in dem Bild die Verbindung der beiden Ochsen miteinander durch den Bauern aber nicht Selbstzweck. Eigentlicher Zweck dieser Verbindung ist die Kultivierung des Bodens, um diesen besähen zu können, damit in diesem Boden Getreide wachse, was irgendwann geerntet werden kann, sodass sich der Mensch davon ernähren kann und davon leben kann. So ist auch die Wissenschaft des Yoga ein Weg zur Kultivierung und Verwandlung der Erde und das Ergebnis dieser Kultivierung und Verwandlung stellt für den Menschen gleichermaßen eine Art von Nahrung dar, wovon er in einem höheren Sinne leben kann. Yoga ist das Instrument der Verbindung des inneren und äußeren Menschen mit dem Ziel einer Kultivierung, einer Verwandlung der gesamten Erde.</p>
<p>Gleichzeitig meint der Begriff Yoga im Sinne von Verbindung die stetige oder ständige Verbundenheit mit seiner Quelle. Das Gefühl des ständigen Verbundenseins ist das Ziel des Yoga. Mit dem Begriff Yoga ist also gleichermaßen ein Weg, diese Verbindung herzustellen und zu kräftigen, gemeint als auch der Zustand der Verbundenheit, also das Ziel des Weges.</p>
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		<title>Yoga: Verbindung mit dem Atman</title>
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		<dc:creator><![CDATA[florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 18:43:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Yoga: Verbindung mit dem Atman</p>
<p>Gehe in ein Zimmer, in dem dich niemand sieht. Setz dich irgendwo hin, auf einen Stuhl, aufs Bett oder den Boden. Sitz bequem, sodass du zur Ruhe kommen und abschalten kannst. Dann schalte ab. Schließ die Augen und atme ein paar mal ganz bewusst ein und aus. Beobachte den Weg deines Atems. Wie er durch die Nase hineinströmt, die Lungen ganz erfüllt und sich tief unten in deinen Bauch sammelt, dort zur Ruhe kommt. Dein Bauch ist jetzt weit geworden und hat sich ausgedehnt. Nun beobachte, wie du wieder ausatmest, dein Atem wieder nach oben steigt und gleichmäßig aus der Nase wieder herausströmt. Richte deine Aufmerksamkeit auf nichts anderes als deine Bauchdecke, wie sie sich bei jeder Inhalation hebt und sich bei jeder Exhalation wieder senkt. Bleibe nun hier, gehe nirgendwo anders hin und denke an nichts. Du bist nur bei dir und deinem Atem. Wenn du nun aufmerksam bist, dann wirst du folgendes spüren: du wirst fühlen, dass in dir eine Quelle der Freude fließt, die immer da ist, immer da war und immer da sein wird. Die immer für dich da ist, immer für dich da war und immer für dich da sein wird. Deine eigene Quelle. Sie ist deine. Sie gehört nur dir, dir allein. Sie ist dein Geheimnis. Sie ist das Mysterium deines Lebens. Diese Quelle kann in der Nähe deines Herzen ans Licht kommen oder in deinem Kopf, sie kann in deiner Wirbelsäule spürbar sein oder in der Gegend deiner Augen. Wo auch immer du sie fühlst, sicher ist: Sie ist das, was du suchst. Sie ist das, was dir Trost und Heilung gibt. Sie das, was dich ganz ausfüllen kann und deine Sehnsucht, die du von jeher in dir hast, stillt.</p>
<p>Stell dir vor, dass diese Quelle dein Leben ist, dass du aus ihr heraus geboren wurdest und irgendwann wieder in sie eingehen wirst. Diese Quelle ist der Beweis dafür, dass du in einem positiven Universum lebst, dass du von einer guten Welt umgeben und durchdrungen bist, dass deinen Leben in jedem Fall einen Sinn macht, ganz egal, wie es bisher verlaufen ist und wie es noch verlaufen wird. Was auch immer mit dir geschehen ist und was noch mit dir geschehen wird, es gibt nichts, was dich von deiner Quelle wird trennen können. Du magst deine Quelle noch niemals gefühlt haben, du magst dich meilenweit davon entfernt glauben und du magst sie, wenn du sie auch kennst, vergessen haben oder in Zukunft vorübergehend aus dem Sinn verlieren, dennoch ist sie in dir und lebt dort.</p></div>
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		<title>Yoga heilt!</title>
		<link>https://www.yogalehrerausbildung-koeln.de/yoga-infos/yoga-und-das-ende-der-chronischen-erkrankungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[unity-yoga]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2018 19:19:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depression und Burnout, Krebs, Asthma, aber auch chronische Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden hat die Schulmedizin bisher keinen ausreichenden Therapieerfolg. Und gerade diese chronischen Erkrankungen sind sehr häufig stressbedingt. Hier zeigt die Forschung immer mehr und immer deutlicher, dass es hier alternative Therapiemöglichkeiten gibt und Yoga ist eine der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depression und Burnout, Krebs, Asthma, aber auch chronische Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden hat die Schulmedizin bisher keinen ausreichenden Therapieerfolg. Und gerade diese chronischen Erkrankungen sind sehr häufig stressbedingt. Hier zeigt die Forschung immer mehr und immer deutlicher, dass es hier alternative Therapiemöglichkeiten gibt und Yoga ist eine der wirksamsten Alternativen:</p>
<p>„<em>Yoga ist nach bisherigen Erkenntnissen die wirksamste Methode gegen chronische Rücken- und Nackenschmerzen und zur Stressreduktion. Hätten wir eine dem Yoga ähnlich wirksame Pille auf dem Markt, wäre das eine Sensation.“</em> sagt Prof. Dr. Andreas Michaelsen, <em>Chefarzt und Professor an der Charité Berlin, </em>(GEO Juni 2013)</p>
<p>In einem Film des Fernsehsenders Arte erklärt Michalsen, dass Meditation und Yoga gegen so gut wie alle stressbedingten Zivilisationserkrankungen helfen, etwa bei Herzerkrankungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder Bluthochdruck. Gerade das lange Halten der Asanas im Hatha-Yoga oder Yin-Yoga sei das, was Yoga so wirksam macht. Dass Yoga präventiv gegen Stresserkrankungen wirkt, weiß man schon lange. Daher erstatten die Krankenkassen einen Yogakurs anteilig. Michalsen behauptet jetzt: &#8222;Heute wissen wir, Yoga ist für die Behandlungen von Erkrankungen sehr sehr wirksam. Wer sich weiter informieren möchte: Der Arte-Film ist <a href="https://www.arte.tv/de/videos/069854-017-A/xenius/">hier</a> noch bis zum 7.3. online sichtbar.</p>
<p>In einem <a href="https://lebenswandelschule.com/fastentraining-michalsen/">Interview</a> des Buchautors und Arztes Rüdiger Dahlke, erklärt Michalsen, durch eine Umstellung der Ernährung, durch regelmäßiges Fasten und eine Praxis von Yoga und Meditation ließen sich unsere chronischen Zivilisationserkrankungen wahrscheinlich um 90% (!) reduzieren!</p>
<p>Immer wieder erfahren wir das in den Feedbacks nach unseren 5-Tages-Retreats (Bildungsurlaub). Eine Frau mit jahrelangen Gelenkschmerzen sagte mir, sie sei erstmals seit langer Zeit praktisch ohne Schmerzen, ein Mann mit langjährigen Schulterschmerzen sagte mir nach dem Retreat, er sei zum ersten Mal seit 10 Jahren schmerzfrei.</p>
<p>Für alle, die richtig in das Thema eintauchen möchten empfehlen wir das Buch von Prof. Michaelsen: <a href="https://www.amazon.de/Heilen-mit-Kraft-Natur-Erfahrung/dp/3458176985/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1519845204&amp;sr=8-1&amp;keywords=michalsen+heilen+natur">Heilen mit der Kraft der Natur.</a><br />
Hier stellt der Autor seine eigene Forschung und eigene Erfahrungen mit dem Thema vor und kommt nach zahlreichen Erfahrung- und Studienberichten zu dem Schluss: &#8222;Es gibt kaum einen Bereich, in dem Yoga nicht sinnvoll wäre.&#8220; S.207.</p>
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